Kupfer (Cu)

Bedeutung

Kupfer (Cu) ist jenes Spurenelement, das für die Atmung und Energieproduktion zuständig ist. Es verantwortet die Ligninbildung (Zellwandstabilität) und ist für alle Kulturpflanzen lebenswichtig für zentrale biochemische Prozesse, insbesondere bei Getreide, Raps, Zuckerrüben und Leguminosen. Kupfermangel tritt vor allem auf leichten, humusreichen oder kalkhaltigen Böden auf. Gerade Getreide ist sehr empfindlich auf Mangel, da Kupfer wichtig für die Ährenbildung, Kornfüllung und Standfestigkeit ist.

Ausbring- und Optimierungsmöglichkeiten

Ein zu hoher Humusgehalt bindet Kupfer, ein zu niedriger führt zu niedriger Verfügbarkeit. Auch gilt es den pH-Wert zu kontrollieren: zu hohe Kalkgehalte verursachen eine schlechte Löslichkeit von Kupfer. Empfohlen werden Blattapplikationen mit Kupfersulfat und Cu-Chelaten. Idealer Ausbringungszeitpunkt: Frühstadium bzw. Bestockung bis Schossen (Getreide).

Mangelerscheinung

Kupfermangel verursacht ein Ertrags- und Qualitätsproblem (z. B. Hektolitergewicht, Kornfüllung). Geringe Spindelbildung, Kornleere, eine gehemmte Bestockung sind oft Anzeichen für eine Mangelerscheinung.

Tipp: Nicht überdüngen! – Kupfer ist ein Schwermetall → hohe Dosen sind toxisch. Kupfer in der ökologischen Landwirtschaft auch als Pflanzenschutzmittel erlaubt, aber auch den Zulassungsumfang achten!

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