Calcium (Ca)
Bedeutung
Festigkeit, Standfestigkeit und Stressresistenz – Faktoren die vor allem von Calcium definiert werden. Calcium ist ein fester Bestandteil der Zellwandstrukturen und ein wichtiger Baustein für die Zellteilung bzw. der Stabilität der Pflanzenzellen. Auch unterstützt Calcium im Nährstofftransport und optimiert die Wasseraufnahme. Auch wenn der Bedarf nicht so ausgeprägt ist, wie bei anderen Makronährstoffen, gilt es eine Versorgung laufend sicherzustellen. Es schützt die Pflanze mechanisch, physiologisch und biochemisch. Besonders in intensiven Kulturen oder bei ungünstiger Wasserverfügbarkeit ist eine gezielte Calciumversorgung entscheidend.
Ausbring- und Applikationstermine
Die Ausbringung von Calcium im Ackerbau erfolgt in der Regel in Form von Kalkung oder gezielter Düngung (z. B. mit Kalksalpeter), je nach Kultur, Bodenbeschaffenheit und Ziel (pH-Wert-Regulierung oder Nährstoffversorgung).
Der Zeitpunkt der Ausbringung hängt davon ab, welche Form verwendet wird und wofür das Calcium wirken soll, da Calcium vor allem auch ein Bodenoptimierer (pH-Wert) ist.
Entscheidend ist zudem auch der Zeitpunkt, da Calcium mehrere Wochen benötigt, um seine Wirkung zu entfalten. Zur schnellen Unterstützung bei Pflanzen gegen Mangel gilt: Flüssigdüngereinsatz von Vegetationsbeginn bzw. bis zur Blütezeit.
Mangelerscheinung
Typische Mangelerscheinungen sind eine Verkrüppelung bzw. verdickte oder deformierte, gelblich, trockene Blattspitzen („Trockenspitzen“) oder auch eine Verkümmerung der Wurzelspitzen, was eine verminderte Wasseraufnahme mit sich bringt. Bei Früchten sind es oft Fäulnissymptome.
Tipp: Eine Überversorgung kann die Aufnahme anderer Kationen wie Magnesium oder Kalium hemmen.
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